
Gesundheit
Ein Überblick über die beim Spinone Italiano bekannten Erkrankungen sowie Empfehlungen für grundsätzliche Maßnahmen zur Gesunderhaltung und ein gesundes Wachstum.
Diese Zusammenfassung soll Ihnen einen Überblick geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weiterführende Links sollen Ihnen die Möglichkeit geben, sich im speziellen Fall über diese Übersicht hinaus zu informieren.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass der Spinone Italiano ein recht robuster und gesunder Hund ist und die Rasse nur von wenigen speziellen Erkrankungen betroffen ist.
Für Deutschland gibt es bisher keine Statistik, zu wie viel Prozent Hunde der Rasse Spinone Italiano von welchen Erkrankungen betroffen sind – international gibt es hier einige Zahlen – diese sind bei den entsprechenden Erkrankungen erwähnt oder verlinkt.
Die Erkrankungen erscheinen in alphabetischer Reihenfolge – ihre Auflistung hat nichts mit der Häufigkeit des Auftretens oder der Schwere der Erkrankungen zu tun.
Ein Hinweis: sind bei Ihrem Spinone Italiano Erkrankungen festgestellt worden – egal, ob hier aufgeführt oder nicht, bitten wir Sie herzlich, diese Ihrem Züchter / Ihrer Züchterin mitzuteilen und wenn Sie möchten, auch Ihrem Zuchtverband. Dann können gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergriffen werden, wie zb Benachrichtigung der BesitzerInnen der Geschwisterhunde / Elterntiere und gegebenenfalls Aufnahme einer bestimmten Untersuchung / eines Gentestes in die Zuchtvoraussetzungen. Zusätzlich können Sie Ihren Hund in eine der Datenbanken eintragen – die Links hierzu finden Sie am Ende des Beitrages. Der SICD e.V. führt ebenfalls eine Datenbank – einen Eintrag Ihres Hundes in dieser Datenbank können Sie über Ihren Züchter / Ihre Züchterin bzw. über die Zuchtleitung in Auftrag geben:
Augen
Laut Rassestandard sollen die Augenlider eng am Augapfel anliegen, dennoch kommt es teilweise bei den Hunden zu der Ausprägung eines sogenannten Ektropiums. Darunter versteht man einen teilweise oder vollständig nach außen gerollten Unterlidrand, der den Kontakt zur Hornhautoberfläche verliert. Daraus reultierend ergeben sich unterschiedliche Krankheitsbilder, wie z.B. die Ausbildung einer Lidbindehautentzündung (Conjunctivitis) mit Rötung, Ausfluss und übernmäßiger Schleimproduktion. Aber auch eine Austrocknung der Hornhaut ist möglich.
Das Ektropium ist eine der Augenkrankheiten, die auf die Selektion durch Zucht zurückzuführen ist und somit züchterisch beeinflusst werden kann, in dem Hunde mit einer Ausprägung für dieses Merkmal nicht zur Zucht eingesetzt werden sollen. Das Merkmal unterliegt fast ausnahmslos einem polygenen Erbgang. Ein Gentest ist nicht verfügbar.
Weitere Hinweise zur züchterischen Beurteilung bzw. zur Beurteilung des Defektes auf das Wohlbefinden des Hunden finden Sie unter Merkblatt 32 - https://qualzucht-datenbank.eu/merkblatt-hund-augen-ektropium/
Im Alter kann es beim Spinone Italiano, wie auch bei anderen Rassen, zur Ausbildung eines sogenannten "Trockenen Auges" durch altersbedingte Reduktion der Tränenflüssigkeit kommen.
CA - Cerebelläre Ataxie
Die cerebelläre Ataxie beim Spinone Italiano ist eine progressive, neurodegenerative Erkrankung, die das Cerebellum betrifft. Das Cerebellum ist ein Teil des Gehirns und für die Koordination von Bewegungen verantwortlich. Typische Anzeichen der Erkrankung sind unkoordinierte Bewegungen (Ataxie), eingeschränkte Balance, Kopftremor sowie Nystagmus. Die auffällige Gangweise beginnt üblicherweise ab einem Alter von vier Monaten und verschlechtert sich immer weiter, so dass die betroffenen Hunde im Alten von durchschnittlich einem Jahr nicht mehr im Stande sind aufzustehen und eingeschläfert werden müssen. Es ist bekannt, durch welche genetische Veränderung diese Erkrankung ausgelöst wird und es ist ein Gentest verfügbar. Die Zuchttiere des SICD werden auf die Erkrankung CA getestet.
Epilepsie
Ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen bei Hund und Katze, ein chronisches Krankheitsgeschehen, das durch das wiederholte Auftreten von Krampfanfällen gekennzeichnet ist. Diese entstehen durch übermäßige und unkontrollierte Erregung von Nervenzellen im Gehirn. Eine Vielzahl an Ursachen kann zu Krampfanfällen führen. Je nach zu Grunde liegender Ursache wird zwischen idiopathischer (primärer), symptomatischer (sekundärer) Epilepsie und reaktiven Krampfanfällen unterschieden. Die Diagnose der idiopathischen (primären) Epilepsie kann nur durch Ausschluss anderer, Krampf auslösender Erkrankungen erfolgen. Das heißt, alle Untersuchungen zum Nachweis einer zu Grunde liegenden Ursache verlaufen ohne besonderern Befund. Heute wird angenommen, dass diese Form der Epilepsie angeboren ist und einen genetischen Hintergrund hat. Sie tritt sowohl bei Rassehunden als auch bei Mischlingen auf. In verschiedenen Studien wurde geschätzt, dass die Erkrankung bei 0,5 - 5% aller Hunde vorkommt. Die meisten Tiere erkranken zweischen dem ersten und fünften Lebensjahr. Ein früheres oder späteres Auftreten ist zwar selten, aber dennoch möglich. Diese Erkrankung ist auch beim Spinone Italiano bekannt und in den vergangenen Jahren wurde darüber auch vermehrt geforscht. Leider konnte für unsere Rasse bisher kein Gentest entwickelt werden, so ist es bisher auch nicht bekannt, welche Gene an der Entstehung dieser Erkrankung beim Spinone Italiano beteiligt sind. Unter dem folgenden Link können Sie sich näher über den aktuellen Stand informieren:
www.canine-genetics.org.uk/epilepsy-update-collaboration-brings-power-to-the-table/
Herz-Kreislaufsystem
Es gibt einzelne Berichte über Herzerkrankungen bei Hunden der Rasse Spinone Italiano, die sowohl den Herzmuskel als auch die Herzklappen betreffen. Diese sind jedoch in ihrer Ätiologie nicht ausschliesslich als genetisch bedingt anzusehen, sondern können auch als Folge anderer Krankheiten oder aufgrund von Ernährungsfehlern betrachtet werden. Eine Herzuntersuchung der zur Zucht eingesetzten Hunde wird deswegen noch nicht vorgeschrieben. Bei routinemässigen Untersuchungen beim Tierarzt können Herzklappenfehler bei einer Herzauskultation festgestellt und dann in einer weiterführenden Herzultraschalluntersuchung abgeklärt werden. Eine Herzmuskelerkrankung, die vorwiegend bei grossen Hunderassen auftreten kann, ist die sogenannte dilatative Kardiomyopathie, kurz DCM. Ihre Ursache kann unbekannter Herkunft sein (idiopathisch) oder nach vorherigen Infektionen oder ernährungsbedingt sein (L-Carnitin oder Taurinmangel). Häufig betroffen sind vor allem ältere Rüden grosser Hunderassen. Bei einigen Rassen zb beim Dobermann ist eine genetische Ursache bekannt und es gibt auch Gentest für diese Erkrankung. Laut der Statistik des Spinone Club of America liegt hier die Erkrankungsrate der Rasse Spinone Italiano bei 1,2%.
Magendrehung
Eine Magendrehung ist eine akut lebensbedrohliche Erkrankung des Hundes bei der sich der mit Futter gefüllte Magen um die eigene Achse dreht. Hierbei wird die Durchblutung der Magenwand gestört bzw. unterbunden und der Magen stirbt langsam ab. Der Mageninhalt kann nicht mehr in den Darm weitergeleitet werden und fängt an zu gären. Dadurch gast der Magen sehr stark auf und drückt auf andere innere Organe in der Brust- und Bauchhöhle. Oft dreht sich neben dem Magen auch die Milz mit, ein sehr gut durchblutetes Organ. Letztlich kann die Magenwand durch den inneren Druck zerreissen. Die Patienten geraten in eine Schocksituation, die unbehandelt immer zum Tode führt. Somit muss ein Hund, der die typischen Anzeichen einer Magendrehung zeigt, unverzüglich einem Tierarzt vorgestellt werden. Die ersten Anzeichen treten in der Regel 30 min. bis 2 Stunden nach der Fütterung auf, häufig in Zusammenhang mit starker Bewegung. Typischerweise zeigen die betroffenen Hunde starkes Speicheln und Würgen von Schleim, da der produzierte Speichel durch die Drehung nicht mehr in den Magen gelangen kann. Abgeschlucktes Futter oder Wasser wird postwendend wieder hochgewürgt. Die Tiere werden mit zunehmender Schocksituation träger und apathisch. Äußerlich zeigt sich eine starke Magenaufgasung durch einen trommelartig aufgetriebenen Bauch. Vorbeugend empfiehlt es sich, die Tagesration des Futters auf 2-3xtgl aufzuteilen und körperliche Aktivitäten nach Einhaltung einer ca. 2 stündigen Ruhepause zu planen. Vorsicht ist auch geboten bei Aufnahme grosser Wassermengen, zb im Sommer, wenn die Hunde nach körperlicher Arbeit starken Durst aufweisen. Dies kann auch zu einer Magendrehung führen – sinnvoll ist hier die Gabe kleinerer Mengen (ca. ½ Liter) und nach einer Pause von ca. ½ Stunde wieder Wasser anzubieten. Genaue Ursachen der Magendrehung sind nicht vollständig geklärt. Hunde grosser Rassen sind grundsätzlich gefährdet, Fütterung und anschliessende Bewegung oder Aufnahme grosser Wassermengen auf einmal scheinen eine Magendrehung zu begünstigen, aber auch Stress und Alter scheinen Risikofaktoren zu sein.
Schilddrüse
Eine Schilddrüsenüberfunktion – Hyperthyreose – ist generell bei allen Hunden extrem selten. Sie kann Tumor – oder ernährungsbedingt entstehen.
Die häufigste Hormonstörung beim Hund ist die Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose. Sie kann infolge anderer Erkrankungen auftreten oder angeboren sein und genetisch bedingt sein. Die Schwierigkeit in der züchterischen Beeinflussung liegt hier darin, dass Symptome einer Schilddrüsenfunktion sowohl in Form von auffälligen Blutwerten als auch von körperlichen Symptomen erst später im Alter auftreten und viele der Hunde dann schon Welpen hatten. Eine züchterische Beeinflussung kann hier lediglich durch Kontrolle von Zuchtlinien erfolgen.
Tumorerkrankungen
Bei der Rasse Spinone Italiano sind unterschiedliche Tumorerkrankungen bekannt, wie auch bei anderen Hunderassen. Im Spinone Club of Great Britain wurde eine Fragebogenaktion durchgeführt, an der 137 Tumorfälle bei der Rasse Spinone Italiano gemeldet wurden. Die Anzahl der Teilnehmenden ist recht gering, aber es kristallisierten sich 3 Tumortypen heraus: Lymphom (27%), Hämangiosarkom (12%) und Osteosarkom (12%). Zusätzlich finden sich bei Hündinnen aller Rassen häufiger Gesäugetumoren, bei Rüden in höherem Alter evtl Hodentumoren. Eine Empfehlung ist, die Hunde regelmäßig nach Umfangsvermehrungen durchzutasten und jede Veränderung tierärztlich abklären zu lassen. In höherem Alter (ab 7-8 Jahre) ist sowohl ein jährlicher Blutcheck als auch eine Abdomenultraschalluntersuchung empfehlenswert, um Veränderungen an Milz und Leber – bei intakten Hündinnen an Eierstöcken und Gebärmutter – bei intakten Rüden an der Prostata – frühzeitig festzustellen.
Orthopädische Erkrankungen
HD - ED - OCD
Bei allen drei Erkrankungen ist eine erbliche Komponente nachgewiesen, die Erkrankungen werden durch mehrere Gene vererbt, so dass auch gesunde Hunde die Erkrankung vererben können. Eine wichtige Komponente zur Bekämpfung dieser Erkrankungen ist die Röntgenuntersuchung der Zuchttiere – optimalerweise die Röntgenuntersuchung aller Tiere einer Rasse. Die Diagnose und Einteilung dieser Erkrankungen erfolgt über standardisierte Aufnahmen in Narkose, die von offiziell anerkannten Gutachtern ausgewertet werden.
Je nach Befund werden Schwergrade eingeteilt, die auf der Ahnentafel vermerkt werden. Gewisse Schweregrade führen den Zuchtausschluss der betroffenen Tiere nach sich.
All diese orthopädischen Erkrankungen führen zu Lahmheiten, Schmerzen und im weiteren Verlauf zu Arthrosen.
HD – Hüftgelenksdysplasie
Ist eine Fehlbildung des Hüftgelenks, Oberschenkelkopf und Hüftpfanne sind nicht perfekt aufeinander abgestimmt. In der Regel ist die Fehlbildung beidseits ausgeprägt. Dies kann zu Schmerzen, Lahmheit und weiter fortschreitend zu Arthrose führen. Die Hüftgelenksdysplasie ist eine erbliche Erkrankung, sie wird polygen vererbt und ist dadurch kompliziert, da auch röntgenologisch gesunde Hunde die Erkrankung vererben können. Zu schnelles Wachstum oder Übergewicht im Welpenalter sowie zu viel Bewegung auf hartem Untergrund können die Ausprägung verschlimmern.
ED – Ellbogendysplasie
Der Begriff ED umfasst mehrere mögliche Skeletterkrankungen des Ellbogens, die unter dem Begriff ED zusammengefasst werden. Im engeren Sinne sind dies der isolierte Processuns anconaeus (IPA), der fragmentierte Processus coronoideus medialis der Elle (FPC), die Osteochondrosis dissecans der inneren Gelenkwalze des Oberarmes (OCD), Stufenbildung zwischen Speiche und Elle sowie Fehlbildungen der Gelenkflächen.
Als Folge der Veränderungen enstehen Arthrosen, die mit Lahmheiten und Schmerzen einhergehen. Die Erkrankung entsteht während der Wachstumsphase und wird zusätzlich zu einer genetischen Disposition durch Fütterung und Bewegung beeinflusst. Erste Lahmheiten treten im vierten bis siebten Lebensmonat auf, die Lahmheiten können ein- oder beidseitig und in unterschiedlichen Schweregraden auftreten, meist nach Ruhe- oder Belastungsphasen deutlicher sichtbar. Im Stand wird häufig die Vorderpfote nach aussen gedreht, um das Ellbogengelenk zu entlasten. Die Diagnostik erfolgt mittels Röntgen und/oder CT Untersuchung oder per Arthroskopie. Therapeutisch erfolgt die Entfernung der fragmentierten / losgelösten Knorpelbestandteile.
OCD der Schulter – Osteochondrosis dissecans der Schulter
Im Wachstum löst sich eine Knorpelschuppe am Kopf des Oberarms ab. Dies führt zu Schmerzen und Lahmheiten.
Allen diesen Skeletterkrankungen ist gemein, dass für sie bei vielen Rassen eine genetische Disposition nachgewiesen ist. Das Auftreten der Erkrankungen wird aber zusätzlich durch Haltung, Fütterung und Bewegung beeinflusst. Eine zu frühe extreme Beanspruchung des wachsenden Hundes, zb durch extensive Bewegung, wie zu starkes Herumtollen vor allem auf hartem Boden, Fahrradtouren, extensive Wanderungen begüngstigen die Ausprägung ebenso wie eine zu reichhaltige Ernährung während des Wachstums (zu hohe Gesamtenergiemenge, Zufütterung von Mineralstoffen).
Wachstum
90% des Längenwachstums der Gliedmaßenknochen finden in den ersten 9-10 Lebensmonaten statt. In dieser Zeit treen gehäuft Skelettentwicklungsstörungen auf. Diese können genetisch, Stoffwechsel- oder Verletzungs bedingt sein, aber auch multifaktorell sein. Deswegen ist es sinnvoll im Wachstum einige Dinge zu beachten.
Grundsätzlich benötigt der wachsende Hund Bewegung unterschiedlichster Art, gesunde Gelenke werden durch normale Bewegung nicht geschädigt. Bewegung, u.a. auch im Spiel mit anderen Hunden, ist unerlässlich für die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung des Hundes. Knochen und Knorpelstrukturen müssen fdr die Entwicklung beslastet werden, die Muskulatur wird durch angepasste Bewegung aufgebaut. Freilauf ermöglicht dem wachsenden Hund, sich in wechselnden Gangarten zu bewegeen, am besten auf abwechslungsreichen Untergründen, die die Feinmotorik fördern. Durch moderates Treppensteigen, Klettern und Balancieren lernen die jungen Hunde, Höhen und Tiefen einzuschätzen. Die Wachstumsphase ist die Zeit, angelegte Bewegungsmuster, z.B.Kriechen, sich um die eigene Achse drehen oder auf der Seite liegen, zu erhalten und neue Bewegungsmuster, wie Rückwärtsgehen, über niedrige Stangen oder Baumstämme steigen, zu erlernen. Gewöhnung an Wasser, Apportierübungen (Pause während des Zahnwechsels!) und Beginn mit Nasenarbeit fördern nicht nur die Geschicklichkeit und die Skelett- und Muskelentwicklung, sondern auch die Zusammenarbeit mit dem Menschen und die kognitive Entwicklung.
Nach Beendigung der Hauptzwachstumsphase -ca mit einem Jahr- kann begonnen werden, die Bewegung zu intensivieren und mit einer Steigerung der Ausdauer zu starten. Der Hund darf auf längere Wanderungen mit, das Fahrrad begleiten, Joggen, Reiten und ausdauernde Schwimm- und Apportierübungen machen.
Ernährung in der Wachstumsphase
Die ersten 6-8 Lebensmonate umfassen die Hauptwachstumsphase der Junghunde. Der durchschnittliche Energiebedarf liegt höher als der eines erwachsenen Hundes. Natürlich spielen zustäzlich Rasse, Haltung und Aktivität eine große Rolle, so dass das ideale Gewicht des jungen Hundes immer individuell beurteilt werden muss. Wichtig ist zu wissen, dass die Wachstumsgeschwindigkeit von der Energieaufnahme beeinflusst wird. Ein Junghund, der Futter ur freien Verfügung hat oder zu viel Futter aufnimmt, wächst schneller und erreicht sein vorgegebenes Endgewicht früher als verhalten gefütterte Hunde. Die Endgröße wird durch die Wachstumsgeschwindigkeit aber nicht beeinflußt. Diese ist genetisch vorgegeben. Hunde im Wachstum "schießen in die Höhe" bei Energieüberschuss und nicht in die Breite, wie es beim ausgewachsenen Hund der Fall ist. Zur Einschätzung sollten Sie den jungen Hund regelmäßig, einmal wöchtenlich, wiegen und den Ernährungszustand beurteilen. Optimal ist es, wenn die Rippenbögen leicht tastbar sind. Zusätzlich kann das Gewicht des wachsenden Hundes mit einer Wachstumskurve objektiv beurteilt werden. Hierbei orientiert man sich an dem zu erwartenden Körperendgewicht. Einen Link zur Erstellung einer Wachstumskurve finden Sie hier:
https://www.napfcheck.de/welpen-wachstumskurve/https://www.napfcheck.de/welpen-wachstumskurve/
Bei der Fütterung des Junghundes können Sie auf kommerziell hergestellte Fertigfutter zurückgreifen. Trocken- oder Feuchtnahrung, selbst zubereitete Rationen, gekocht oder roh, alles ist möglich. Bei der Auswahl eines Trocken- oder Feuchtfutters sollten SIe darauf achten, dass es als "Alleinfutter für Hunde im Wachstum" bezeichnet ist. Meist tragen diese Futter Bezeichnungen wie "Puppy" oder "Junior". Achten Sie auf die Altersangaben der Hersteller. Diese Futter werden, entsprechend der Angaben, meistens bis zum Ende des 12. Lebensmonats gegeben. Die tägliche Futtermenge ist ein Richtwert, die tatsächlich benötigte Menge muss daher gegebenenfalls angepasst werden. Wichtig ist, das bei der Gabe von Alleinfuttermitteln auf Ergänzungsfuttermittel verzichtet werden muss, um eine Überversorgung zu vermeiden.
Entscheiden Sie sich das Futter selbst zuzubereiten, empfehle ich Ihnen eine Rationsberechnung durch geschulte Fachleute, denn den Bedarf von wachsenden Hunden zu ermitteln erfordert spezielle Kenntnisse.(tierärztliche Ernährungsberatungen)
Ernährung in der Wachstumsphase
Die ersten 6-8 Lebensmonate umfassen die Hauptwachstumsphase der Junghunde. Der durchschnittliche Energiebedarf der Junghunde liegt höher als der der erwachsenen Hunde. Natürlich spielen zusätzlich Rasse, Haltung und Aktivität eine grosse Rolle, so dass das ideale Gewicht des Junghundes immer individuell beurteilt werden muss. Wichtig ist zu wissen, dass die Wachstumsgeschwindigkeit von der Energieaufnahme beeinflusst wird, dh ein Junghund, der Futter zur freien Verfügung hat oder zu viel Futter aufnehmen kann, wächst schneller und erreicht sein vorgegebenes Endgewicht schneller als eher verhalten gefütterte Hunde. Die Endgrösse wird durch die Wachstumsgeschwindigkeit nicht beeinflusst, da diese genetisch vorgegeben ist. Hunde im Wachstum „schießen vornehmlich eher in die Höhe“ bei Energieüberschuss und nicht in die Breite, wie es bei ausgewachsenen Hunden der Fall ist. Zur Einschätzung sollten Sie Ihren Junghund regelmässig - am besten einmal wöchentlich - wiegen und den Ernährungszustand beurteilen: optimal ist es, wenn Sie die Rippenbögen leicht tasten können. Zusätzlich kann das Gewicht des wachsenden Hundes mit einer sogenannten Wachstumskurve objektiv beurteilt werden. Hierbei orientiert man sich an dem zu erwartenden Körperendgewicht - einen Link zur Erstellung einer Wachstumskurve für Ihren Hund finden Sie hier:
https://www.napfcheck.de/welpen-wachstumskurve/
Bei der Fütterung des Junghundes können Sie auf kommerziell hergestellte Fertigfutter zurückgreifen, Trocken-oder Feuchtnahrung, selbst zubereitete Rationen - gekocht oder als Rohfleischfütterung - alles ist möglich. Bei der Auswahl eines Trocken -oder Feuchtfutters sollten Sie darauf achten, dass es als „Alleinfutter für Hunde im Wachstum“ bezeichnet ist. Meist tragen diese Futter Bezeichnungen wie „Puppy“ oder „Junior“. Diese Futter werden in der Regel bis zum 12. Lebensmonat gegeben. Bei der Ermittlung der täglichen Futtermenge dient die Herstellerangabe als Richtwert, die individuelle Menge muss dann nach der Gewichtsentwicklung Ihres Junghundes ggfalls angepasst werden. Wichtig ist, bei der Gabe von Alleinfuttermitteln auf Ergänzungsfuttermittel zu verzichten, da es sonst für gewisse Nährstoffe zur Überversorgung kommt. Entscheiden Sie sich für die Verwendung selbst zubereiteter Rationen, empfehle ich Ihnen eine Rationsberechnung durch geschulte Fachleute, denn der Bedarf von wachsenden Hunden erfordert spezielle Erkenntnisse- hier sind Ihnen spezielle tierärztliche Ernährungsberatungen behilflich (siehe auch Links).
Zähne
Bei der Geburt ist der Welpe zahnlos. Ab dem 20. Lebenstag brechen die Milchzähne durch. Der Welpe hat 28 Zähne im Milchgebiss. Der Zahnwechsel erfolgt im Alter von ca. 4-5 Monaten. Der erwachsene Hund hat 42 Zähne.
Die korrekte Kieferstellung für den Spinone Italiano ist das sogenannte Scherengebiss.
Eine beim Spinone Italiano, vor allem im Milchgebiss, häufig vorkommende Zahnfehlstellung ist der sogenannte Milchcaninusengstand, der regelmässig kontrolliert und ggfalls korrigiert werden sollte (Extraktion des engstehenden Zahnes). Im Zahnwechsel sollte das Gebiss regelmässig kontrolliert werden, um eine eventuell sich abzeichnende Fehlstellung im Erwachsenengebiss zu korrigieren, da Fehlstellungen mit fehlerhafter Gebissfunktion und Schmerzen einhergehen können.
Im weiteren Verlauf des Lebens gilt es, die Zähne regelmäßig auf die Bildung von Zahnstein oder auf Zahnfrakturen zu untersuchen.

Bild: Sonja Schmitt
Grundsätzliches zur Gesunderhaltung
Dann bleibt noch zu erwähnen, dass Impfungen und Wurmbehandlungen, konventionell oder regelmäßig und korrekt durchgeführte Kotuntersuchungen, sowie Ektoparasitenbehandlungen zur Gesunderhaltung des Tieres selbstverständlich sein sollten. Bedenken Sie bei Auslandsaufenthalten, dass es dort bei uns nicht vorkommende Parasiten/Infekitonen geben kann. Lassen Sie sich rechtzeitig (!) vorher über Reiseimpfungen beraten.
Hier noch ein paar weiterführende Guidelines
Impfung von Kleintieren, 6.Auflage 06.10.2025 Esccap -Info zu Endo- und Ektoparasiten, Reisetests
Diesen Text verdanken wir Tierärztin Sonja Schmitt (C) Texte sind geistiges Eigentum und dürfen nur mit Erlaubnis der Verfasserin kopiert und verteilt werden.
