Fell und Farbschläge

Farbschläge

Die beim Spinone Italiano zugelassenen Farben sind reines Weiß, Weiß mit orangefarbenen Flecken, Weiß mit orangefarbener Stichelung sowie Weiß mit kastanienbraunen Flecken oder mit kastanienbrauner Stichelung. Bevorzugt wird eine Braunfärbung, die als "Kapuzinerkutte" bezeichnet wird. Auffallend ist, dass er eine der wenigen Jagdhunderassen ist, bei der rein-weiße Vertreter vorkommen und zugelassen sind. Die braune Farbe wird gegenüber dem Weiß jedoch dominant vererbt.

 

In der Regel ist bei Jägern der Braunschimmel oder die braune Stichelung sehr beliebt. Es gibt aber auch durchaus Vorteile, wenn der treue Jagdbegleiter weiß oder vorwiegend weiß gefärbt ist. So ist ein weißer Spinone Italiano beim Entenstrich, also der abendlichen Entenjagd, für die er hervorra-gend geeignet ist und häufig eingesetzt wird, wesentlich besser zu erkennen als der Braunschimmel. Auch wenn er bei Treib- und Riegeljagden teilnimmt, hebt er sich von seiner Umgebung besser ab als dunkel gefärbte Hunde und kann auch nicht so leicht mit Jagdwild verwechselt werden. Die gute Erkennbarkeit ist auch wichtig, da die meisten Spinone Italiano stumm jagen. Bei manchen kommt zwar der Sichtlaut vor, aber in der Regel ist er ein stummer Jäger. Im Rassestandard ist aber dies-bezüglich nichts festgelegt, so dass in der gezielten Zucht auf diese Eigenschaft nie geachtet wurde.

 

Eine Besonderheit dieser Rasse ist der melancholische Blick. Dieser spezielle Augenausdruck kommt dadurch zustande, dass bei den Augen in der Regel auch das Weiße rund um die Iris zu sehen ist, was für Hunde eher untypisch ist. Daher sagt der Italiener auch, der Spinone hat "Menschenaugen".


 

Haut- und Haarkleid

Das Haarkleid des Spinone ist recht robust und pflegeleicht, es soll eine Haarlänge von 4-6 cm haben, hart, dicht und eng anliegend ohne Unterwolle sein.  Wöchentliches Bürsten und regelmässiges Trimmen reichen in der Regel aus, um das Fell zu pflegen. Hierbei sollte auf das Fell im Gesichts-, Pfoten –, After- und Genitalbereich geachtet werden, da das Fell hier zum Verfilzen neigt und dann gegebenfalls auch mal zur Schere gegriffen werden  und die Haare entfernt werden sollten. Ebenfalls haben viele Spinone viel Haarbildung im Zwischenzehenbereich, auch an der Unterseite der Pfoten, diese sollen regelmässig entfernt werden. Es besteht sonst Gefahr, dass die Haare hier ebenfalls verfilzen und sich Grannen festsetzen. 

Wie bei allen Hunden mit Hängeohren, gilt es auch die Ohren des Spinone in die regelmässige Begutachtung miteinzubeziehen. Einige Exemplare der Rasse haben auch im Gehörgang Behaarung, diese empfiehlt es sich, regelmässig durch Herauszupfen zu entfernen (bei korrekter Anwendung ist dies für den Hund nicht schmerzhaft).  Eine Anwendung von Ohrreinigern ist nur notwendig, wenn es vom Tierarzt empfohlen wird, sind die Ohren sauber, gibt es keine Notwendigkeit, Ohrreiniger zu verwenden. 

Die Haut an den Lefzen ist regelmässig zu kontrollieren, da es hier, vor allem bei starker Ausprägung der Lefzenfalten, zur Entwicklung eines Lefzenekzems kommen kann. 

Häufig vorkommend beim Spinone Italiano sind zusätzliche Krallen an den Hinterpfoten, die sogenannten Wolfskrallen, teilweise auch in doppelter Ausführung. Sie sind bei der regelmässigen Pflege zu kontrollieren und gegebenfalls zu kürzen. 

Übermässiger Juckreiz kann Hinweis auf einen Parasitenbefall sein (Flohbefall / Flohspeichelallergie / Milbenbefall) oder auch eine allergische Grundlage haben. Dies ist auf alle Fälle tierärztlich abzuklären. 

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